Experten


Abraham Taherivand

Abraham Taherivand

WORKLIFE:

Projekt Manager bei Wikidata. Big Data, Innovation, Agile Project Managment und Open Innovation sind sein Spezialgebiet.

ESSENCE:

"Innovation ist kein technischer Vorgang, sondern ein komplexer sozialer Prozess."

/ Virtuelle Teamarbeit / Respekt / Feierabendbier /

„Man kann Menschen, die zusammenarbeiten sollen nicht einfach in ein virtuelles Projekt stecken. Vorher müssen sie sich kennenlernen, sich austauschen und ausprobieren ob sie menschlich miteinander können. Dann kann Teamgeist entstehen. Austausch muss auch persönlich möglich sein. Das Feierabendbier hat eine wichtige Teambuilding-Funktion und schafft Vertrauen."

/ Virtuelle Teamarbeit / Teamgeist /

„Damit virtuelle Meetings produktiv sind und nicht zu wahren Zeitfressern werden, ist eine Agenda unabdingbar. Ich schicke diese immer vorab an alle Teilnehmer und jeder kann seine Ergänzungen hinzufügen. So ersparen wir uns den ganzen Klärungsbedarf über Tagesordnungspunkte und können die Meetings kurz und effektiv halten."

„Respekt ist in virtueller Zusammenarbeit das A und O. In der Videokonferenz warten wir nicht auf später kommende Teilnehmer, sondern fangen gleich zum angegebenen Zeitpunkt an. Wenn nach 5-10 Minuten in einer Video- konferenz wichtige Personen immer noch fehlen, sage ich aus Rücksicht gegenüber den anderen Teilnehmern die ganze Konferenz ab."

„Protokolle der Konferenzen schreiben alle gemeinsam in einem kollaborativen Dokument mit. Damit kann sich im Nachhinein auch keiner davor drücken, dass er etwas nicht gewusst hätte oder es im Protokoll falsch aufgenommen wurde."

„Virtuell kann man dann gut zusammenarbeiten, wenn man sich vorher real kennengelernt hat und dabei Vertrauen und Respekt dem anderen gegenüber aufbauen konnte."

/ Das Büro im Wandel / Vertrauen vs. Transparenz / Virtuelle Teamarbeit /

„Ein hartnäckiges Vorurteil gegenüber dem Homeoffice ist nach wie vor die Annahme, dass dort nicht richtig gearbeitet wird. Die Ursache liegt oft am mangelnden Vertrauen in den Mitarbeiter und dem unausgesprochenen Bedürfnis nach Kontrolle und Transparenz."

„Das Setting im Homeoffice muss stimmen. In einer Videokonferenz sollte Kleidung und Hintergrund der Arbeit angepasst sein. Sieht man im Hintergrund einen Wäscheberg oder das Schlafzimmer, sollte man sich überlegen, ob man die Kamera einfach aus lässt und nur mit Telefonoption an der Konferenz teilnimmt."

„Prinzipiell haben wir immer die Möglichkeit unsere Arbeitskollegen über irgendein Medium zu erreichen. Wenn man den anderen im ungünstigen Zeitpunkt erwischt und dieser z.B. seinen Ort in der Videokonferenz nicht teilen möchte, muss man das respektieren."

„Wenn es im Homeoffice zu viele Elemente gibt, die eine Videokonferenz stören könnten, wie spielende Kinder oder eine unruhige Umgebung, sollte man sich überlegen, ob man auf die Videofunktion verzichtet und nur mit stummgeschaltetem Mikrofon an der Konferenz teilnimmt."

„Wir müssen uns gegenseitig darin schulen eine "soziale" Medienkompetenz füreinander zu entwickeln."

„Auch wichtig ist, dass wir Emotionen nicht direkt in ein asynchrones Medium weitergeben. Das führt nur zu Missverständnissen. Wenn es im Projekt etwas heißer hergeht, dann wähle ich den direktesten Kanal. Das ist meistens das Telefon. So kläre ich die Situation, bevor durch falsche Kanäle die Stimmung vermiest wird."

/ Informationsflut /

„Wenn ich konzentriert etwas fertig bringen muss, schalte ich alle Kanäle ab, ziehe mich in einen Meetingraum zurück und gebe nur 1-2 Personen Bescheid, wo sie mich im Notfall finden können."

/ Wissensmanagement /

„Wir arbeiten alle viel in Newsgroups und mit Wikis, um uns und unser Team auf den neuesten Stand zu bringen. Wenn der Chef dann einen Ausspruch wie "Jetzt arbeiten wir mal wieder und kommentieren nicht alles" bringt, kann das sehr schnell die Mitarbeiterpartizipation senken. Als Wissensarbeiter sind genau diese Tätigkeiten enorm wichtig, die nicht sofort in einem Output gemessen werden können."