Trends


Demographischer Wandel

"Je mehr die Unternehmen den Fachkräftemangel fürchten, desto mehr umgarnen sie Bewerber."
Quelle: IAO Frauenhofer 2012

Megatrends beeinflussen die Realität der Arbeitswelt: Demographische Entwicklungen führen zu einem Rückgang der Erwerbs- bevölkerung, zu alternden Belegschaften, fehlendem Nachwuchs und einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Hinzu kommt ein Werte- und Kulturwandel. Während sich ein Teil der Bevölkerung im Rückzug in die Rundumversorgung befindet, entstehen auf der anderen Seite neue Personentypen wie z.B. „Arbeitskraftunternehmer" und Kreative. Außerdem hätten hochentwickelte Volkswirtschaften unter dem Einfluss der Globalisierung die Chance, durch Migration und Integration Talentlücken zu schließen.

++ Veränderungen der Arbeitswelt ++

7 Millionen  weniger Erwerbstätige werden für das Jahr 2030 erwartet. Quelle: Statistisches Bundesamt in Dialog über Deutschland

5 Millionen  Fachkräfte werden voraussichtlich fehlen. Quelle: Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos in Dialog über Deutschland

++ Prognosen zeichnen ein düsteres Bild der künftigen Arbeitswelt ++

Es wird von einer demografischen Katastrophe gesprochen, wenn keine wirksamen Gegenmaßnahmen ergriffen werden: ab 2020, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, werden laut Prognosen zwei Millionen Fachkräfte in Deutschland fehlen. Quelle: McKinsey in Dialog über Deutschland 2012

++ Heute schon spürbar ++

Der Rückgang des Arbeitskräfteangebots in Deutschland ist bereits heute Realität. Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigen einen Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials von 44,7 Mio. im Jahr 2010 auf rund 41 Mio. im Jahr 2025 und prognostizierten 32,4 Mio. im Jahr 2050. Quelle: IAO Frauenhofer 2012

++ War for Talents ++

Im Fachkräftemangel werden junge, qualifizierte Arbeitskräfte zur knappen Ressource. Die Arbeitgebermarke muss sich stärker profilieren. Quelle: Trendbüro 2012

Der demographische Wandel und ein neues Selbstbewusstsein von Erwerbspersonen verschiebt die Machtverhältnisse auf betrieblichen Arbeitsmärkten. Der Arbeitgebermarkt wird zu einem Arbeitnehmermarkt. Quelle: IAO Frauenhofer 2012

Die neue Generation kennt ihren Wert, stellt hohe Anforderungen an ihr Arbeitsumfeld aber auch an sich selbst, sie will und kann mehr Eigenverantwortung übernehmen. Sie arbeitet nicht nur für Geld und Status, sondern sucht in ihrer Arbeit Sinn, der zur eigenen Identität passt. Sie will mit ihrer Arbeit zu einem Umfeld gehören, das die eigenen Werte spiegelt, ja sogar vorantreibt und sucht Entwicklungsmöglichkeiten und fordert immer stärker Partizipation bei der Gestaltung der eigenen Arbeit. Quelle: IAO Frauenhofer 2012

++ Die Rolle von Frauen und Familien im demographischen Wandel ++

"Heimische Personalreserven" werden in begrenztem Umfang bei Frauen und Älteren gesehen. Besonders da die Lebensarbeitszeit steigt. Quelle: IAO Frauenhofer 2012

Es braucht die nötige Flexibilität für alleinerziehende Mütter in der Arbeitsteilung.
Quelle: IAO Frauenhofer 2012

"Bei uns arbeiten viele Eltern. Wenn die nicht mal Zuhause bei ihren Kindern bleiben, werden sie schief angeschaut." Quelle: Martin Lorber in Arbeit.Creativ 2012